Fruchthandelsverband warnt vor leeren Obst- und Gemüseregalen
Infolge der verschärften Corona-Einreiseregeln auch für Lkw-Fahrer aus dem Hochinzidenzgebiet Spanien hat der Deutsche Fruchthandelsverband (DFHV) vor leeren Obst- und Gemüseregalen in heimischen Läden gewarnt. Am Wochenende seien die Bedingungen für die Einreise für die Fahrer von Lebensmitteltransporten innerhalb weniger Stunden verschärft worden.
Infolge der verschärften Corona-Einreiseregeln auch für Lkw-Fahrer aus dem Hochinzidenzgebiet Spanien hat der Deutsche Fruchthandelsverband (DFHV) vor leeren Obst- und Gemüseregalen in heimischen Läden gewarnt. Am Wochenende seien die Bedingungen für die Einreise für die Fahrer von Lebensmitteltransporten innerhalb weniger Stunden so verschärft worden, dass es kaum noch möglich sei, Obst und Gemüse zum Beispiel aus Spanien nach Deutschland zu importieren. Dabei sei Spanien mit einem Anteil von rund 30 % einer der Hauptlieferanten von Obst und Gemüse in das Bundesgebiet.
"Wir brauchen auch in Corona-Zeiten einen Versorgungskorridor für frisches Obst und Gemüse, sonst drohen leere Regale im Handel", stellte DFHV-Geschäftsführer Dr. Andreas Brügger klar. Gemeinsam mit anderen Verbänden habe man die Bundesregierung bereits frühzeitig auf die möglichen Konsequenzen hingewiesen, leider ohne Ergebnis. Daher fordere der DFHV europaweit verbindliche Regelungen wie sie mit der Green-Lanes-Richtlinie der Europäischen Union bereits definiert seien.
"So werden zum einen die Grenzen für den freien Verkehr von Waren offengehalten und zum anderen Gesundheitsschutz und Versorgungsicherheit gewährleistet", unterstrich Brügger. Im Übrigen seien nicht nur die Verbraucher in Deutschland betroffen, sondern auch die spanischen Produzenten, die bereits jetzt erheblich unter der Corona-Pandemie litten.
Wer aus Spanien nach Deutschland einreisen will, muss seit dem vergangenen Sonntag an der Grenze einen negativen Corona-Test vorweisen können. Die Nachfrage nach Obst und Gemüse in Deutschland wird zu großen Teilen aus dem Ausland gedeckt. Laut Zahlen der Bundesregierung schwankte der Selbstversorgungsgrad in den zurückliegenden zehn Jahren bei Obst zwischen 9 % und 15 %, bei Gemüse zwischen 35 % und 39 %. AgE

